Rütimattli schafft berufliche Perspektiven
Die Stiftung Rütimattli setzt sich auf mehreren Ebenen für die berufliche Qualifizierung junger Menschen ein – sei es über die klassische Berufslehre oder die Praktische Ausbildung: Im August haben insgesamt neun Lernende ihre Ausbildung innerhalb der Stiftung gestartet oder werden in Partnerbetrieben von Job-Coaches begleitet.
Für die Stiftung Rütimattli war es eine Premiere: Anfang August haben erstmals fünf Schulabgängerinnen und Schulabgänger ihre Ausbildung zur Fachperson Betreuung (FaBe) gestartet. „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Neugier und Motivation unsere Lernenden ins Berufsleben starten,“ meint Natascha Kathriner, Ausbildungsverantwortliche bei der Stiftung. Bislang war diese Ausbildung innerhalb des Rütimattli nur im Rahmen der Erwachsenenbildung nach Art. 32 möglich. Mit der vom Stiftungsrat 2024 verabschiedeten Ausbildungsoffensive wurden neue Möglichkeiten geschaffen. Ein wichtiger Schritt, um der angespannten Fachkräftesituation in den Betreuungsberufen aktiv entgegenzuwirken. Jährlich stehen rund fünf Ausbildungsplätze für Jugendliche auf den Wohngruppen zur Verfügung.
Start ins Berufsleben mit einer Praktische Ausbildungen
Einen praxisorientierten Einstieg in die Berufswelt ermöglicht die Praktische Ausbildung (PrA). Sie richtet sich an Jugendliche mit Unterstützungsbedarf und wird im Rahmen der beruflichen Massnahmen angeboten. Die Teilnehmenden werden dabei eng durch die Job-Coaches der Stiftung Rütimattli begleitet, mit Fokus auf individuelle Förderung, persönliche Entwicklung und praxisnahes Lernen. Die Ausbildung findet sowohl intern in der Werkstatt Hüetli, der Holzwerkstatt, der Kollegi-Gärtnerei, der Keramikwerkstatt, im Betriebsunterhalt, in der Hauswirtschaft oder der Küche statt, als auch in Zusammenarbeit mit externen Partnerbetrieben. In diesem Jahr absolvieren die externen Lernenden ihre Ausbildung im Bereich Industrie, Gärtnerei und Bau. Eine Person wird bei einem Praktikum auf dem Bauernhof begleitet, als gezielte Vorbereitung für eine Ausbildung, die folgen soll. „Dieses Engagement ist Teil eines umfassenden Auftrags: Inklusion und Teilhabe durch Bildung, um berufliche Perspektiven zu schaffen“, erklärt Tobias Lengen, Geschäftsleiter Stiftung Rütimattli.
Romina Imholz, eine der fünf im August gestarteten FaBe-Lernenden, begleitet Bewohner Beat Kammermann bei verschiedenen Alltagssituationen – eine zentrale Aufgabe ihrer Ausbildung.
